Wie hängen die Ernährung und Hormone zusammen?

Als Frauen wissen wir es und spüren es mal mehr, mal weniger: Hormone sind wichtige Botenstoffe, die fast jede Funktion in unserem Körper beeinflussen. Verdauung, Stoffwechsel, Schlaf-Qua­lität, Stimmung, Libido und natürlich unser Zyklus: An all dem sind die Hormone beteiligt.

Wir sind ihnen aber nicht einfach ausgeliefert und müssen alles hinnehmen, was sie mit uns machen. Mit durchdachter Ernährung können wir durchaus Einfluss nehmen.

Wie hängen die Ernährung und Hormone zusammen?

Hormone sind wichtige Botenstoffe und regeln alle Abläufe im Körper, indem sie die richtigen Informationen übermitteln. Der Körper hat also von Natur aus seinen eigenen Rhythmus bei der Produktion der Hormone. Äußere Faktoren wie Stress, Emotionen oder eben auch die Ernährung können diesen Rhythmus begünstigen oder stören.

Mit einer hormonoptimierenden Ernährung versuchen wir, die Lebensmittel zu bevorzugen, die uns in jeder Phase des Zyklus guttun und unser Wohlbefinden unterstützen.

Wie beeinflussen wir am effektivsten unsere Hormone?

Tatsächlich müssen wir gar nichts zusätzlich essen, sondern am besten auf bestimmte Lebensmittel in den unterschiedlichen Zyklusphasen verzichten. Denn in jeder Phase durchleben wir andere Bedürfnisse und Energie-Level.

Generell lässt sich sagen, dass unser Hormonhaushalt, um ausgeglichen zu sein, am liebsten nicht verarbeitete Lebensmittel hat. Daneben wäre es gut, auf das häufige Essen von raffiniertem Zucker, einfachen Kohlenhydraten, entzündungsfördernden Nahrungsmittel (wie Gluten), Milchprodukten und Alkohol zu verzichten. Denn all das belastet unsere Leber und sorgt dafür, dass die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin ausschüttet.

Insulin und Östrogen

Wird zu viel Insulin ausgeschüttet, werden die Zellen langsam resistent dagegen. Der Blutzuckerspiegel wird höher, es kann immer weniger Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangen. Die Fettzellen werden mehr, und weil Fettzellen kleine Fabriken der Östrogene sind, wird eine eventuell vorhandene Östrogen­dominanz größer.

Dazu kommt der Stress: Sind unsere Nebennieren zu beschäftigt mit der Produktion von Stresshormonen, wird weniger Progesteron ausgeschüttet. Progesteron wäre aber ein wichtiges Gegengewicht zum Östrogen. Fehlt uns Progesteron, kann es zu Wassereinlagerungen, Ängsten, Schwierigkeiten beim Abnehmen, Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen oder auch fehlender Lust auf Sex kommen.

Die Follikel-Phase

In dieser Zyklusphase ist unser Hormonspiegel am niedrigsten. Die meisten von uns fühlen sich energiegeladen, wir haben aber nur selten Heißhunger. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Körper für die Entgiftung vorzubereiten, am besten mit frischem, leichtem Gemüse.

Die Ovulation: Mineralien und Vitamin D

Rund um den Eisprung kann es wichtig sein, das Testosteron mit Mineralien und Vitamin D für eine gesunde Libido und erhöhte Fettverbrennung zu unterstützen. Vor allem Eier, Thunfisch, Schalentiere und dunkelgrünes Blattgemüse sind nun angesagt – wenn diese Dinge Ihren Geschmack treffen. Denn zwingen sollten Sie sich niemals zu etwas!

PMS – Gemüse und komplexe Kohlenhydrate

In der Lutealphase leiden viele Frauen unter PMS. PMS ist aber nicht unvermeidlich. Es kann vielmehr sehr oft ein Hinweis auf eine Ös­trogendominanz sein. Deswegen ist es in dieser Zeit besonders wichtig, Zucker, rotes Fleisch und Milchprodukte zu reduzieren.

Der Organismus freut sich in dieser Phase besonders über leberunterstützende Lebensmittel wie Artischocke, Spargel, Brokkoli und Lauch. Auch komplexe Kohlenhydrate wie Kürbis, Karotten, Süßkartoffeln und Pastinaken sind jetzt angesagt. Denn durch die vielen Ballaststoffe wird überschüssiges Östrogen aus dem Darm transportiert und gleichzeitig kann Serotonin vermehrt produziert werden.

In der Menstruation: Mineralien und Omega-3-Fette

Während der Blutung verlieren wir viele Nährstoffe, vor allem Mineralien wie Magnesium, Eisen und Zink. Dunkelgrünes Blattgemüse, Avocado und Meeresfrüchte können helfen, diese Verluste auszugleichen. Übrigens: Omega-3-Fette in Lachs und Walnüssen wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und entspannen die Muskeln. Also genau das Richtige, wenn Krämpfe Sie quälen. Und noch eine sehr gute Nachricht für alle Schokoholics: Dunkle Schokolade (ab 80 Prozent Kakao) ist reich an Magnesium und Serotonin – ein natürlicher Stimmungsmacher!

Rezepte, Tipps und eine fundierte Beratung zum Thema hormonelles Gleichgewicht

Nun funktioniert unser Hormonsystem leider nicht so einfach, dass wir nur mit bestimmten Lebensmitteln ein hormonelles Ungleichgewicht beseitigen können. Dazu braucht es mehr, nämlich einen fundierten Hormonstatus wie durch einen Hormonspeicheltest und darauf aufbauend einen Therapieansatz. Dieses Fachwissen und die Kompetenz dahinter kann ich Ihnen in meiner Praxis in Rosdorf bei Göttingen bieten. Zusätzlich können wir natürlich sehr gut mit Ernährung unterstützend arbeiten. Auch hier habe ich viele Rezepte, individuell auf Sie und Ihre Situation abgestimmt, zur Verfügung.

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie gerne einen Termin vereinbaren? Sprechen Sie mich einfach an, ich freue mich auf Sie.